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Hunte Report

Klostertaler finden den Norden klasse!

 

Oldenburg (lur). Es war das Jahr 1976, als der damals 16-jĂ€hrige Markus Wohlfahrt mit ein paar Schulfreunden seine Band grĂŒndete. Weil er selbst schon seit dem elften Lebensjahr in der ansĂ€ssigen Dorfmusikkapelle spielte, war es nicht weiter verwunderlich, dass auch seine Gruppe die Volkmusik bevorzugte: Die jungen Klostertaler waren geboren.

Die Bezeichnung „junge“ ist lĂ€ngst aus dem Gruppennamen verschwunden. DafĂŒr gehören die Klostertaler aber zu den wichtigsten und erfolgreichsten Formationen in der volkstĂŒmlichen Musik.
Wohlfahrt kann sich noch lebhaft an die AnfĂ€nge erinnern. „Wir orientierten uns an der typischen Musik der Oberkrainer. Weil wir uns keine VerstĂ€rker oder andere technische AusrĂŒstungen leisten konnten, haben wir krĂ€ftig musiziert“, erzĂ€hlt er. „Das kam damals bei unserem Publikum unheimlich gut an.“
GeĂ€ndert hat es sich bis heute nicht, der Zuspruch wurde eher grĂ¶ĂŸer. „Wir sind die Dinosaurier der Branche“, sagt Wohlfahrt. Er selbst ist allerdings der einzige, der von Anfang an dabei gewesen ist. Als die Klostertaler 1993 den Grand Prix der Volksmusik gewannen, brachte dieser Erfolg auch eine ZĂ€sur mit sich.

Anschließend wurde alles viel professioneller. Fortan mussten wir ein richtiges Zigeunerleben fĂŒhren, weil wir viele Konzerte spielten und auf Tournee gingen. Das lĂ€sst sich mit einem normalen Familienleben nur schwer vereinbaren. Und deshalb wollten auch nicht alle mitmachen.“ So kam es innerhalb der Gruppe zu Umbesetzungen. Doch das konnte die Klostertaler auf dem Weg nach ganz oben nicht mehr aufhalten. „Jeder Musiker-Wechsel bringt auch etwas Positives. Es kommt eine neue Persönlichkeit in die Gruppe, die ĂŒber andere Erfahrungen verfĂŒgt. Die verschiedenen Stile, dann dann zusammenkommen, entwickeln schließlich ihre ganz eigene Dynamik.“ Als klassische Volksmusikanten verstehen sich die Klostertaler nicht. „Eigentlich machen wir deutschsprachige Popmusik, nur eben mit alpenlĂ€ndischen Instrumenten“, so Wohlfahrt. Das verblĂŒffe auch immer wieder jene, die die Klostertaler zum ersten Mal hören. „Oft sagen uns die Leute dann, dass sie gar nicht gewusst hĂ€tten, was wir fĂŒr eine tolle Musik machen. So etwas freut uns natĂŒrlich ganz besonders!“
Gut 26 Jahre ist die Gruppe im GeschĂ€ft, aber erst seit neun Jahren gehören sie zu den Großen der Branche. Dass der Durchbruch vergleichsweise lange auf sich warten ließ, stört Wohlfahrt nicht. „Wir haben sicher einen langjĂ€hrigen und schwierigen Weg hinter uns gebracht. Aber wir haben es geschafft. Heute ist es doch hĂ€ufig so, dass gemachte Gruppen auf den Markt stĂŒrmen. Die sind aber auch ebenso schnell wieder verschwunden. der Markt reguliert sich selbst. Ich bin selbstbewusst genug, um zu sagen, wir machen gute Musik!“
Jetzt gehen die Klostertaler wieder auf Tour, die auch in den Norden fĂŒhrt. „Die Norddeutschen sind schon besonders. Es hat eine Weile gebraucht, bis wir das Publikum dort fĂŒr uns gewinnen konnten. Aber wenn sie dich erst einmal ins Herz geschlossen haben, lassen sie auch nicht mehr los“, so Wohlfahrt. „Mir ist die norddeutsche MentalitĂ€t ohnehin nicht ganz fremd, immerhin kommt unser Manager aus Hamburg. Ich mag die straighte Art, und den trockenen Humor finde ich einfach genial!“
Am 14. November prÀsentiert der Hunte Report die Klostertaler in der Weser-Ems-Halle. Karten gibt es beim HR und an den bekannten Vorverkaufsstellen.